Herzlich Willkommen

21.10.2016

Neue Luther-Bibel

Herzlich Willkommen - Neue Luther-BibelDie neue Luther-Bibel ist da! Sie wurde zum 500jährigen Reformationsjubiläum grundlegend überarbeitet wurde. „Martin Luther hat in der Bibel die Botschaft von der befreienden Gnade Gottes entdeckt. Die wollte er allen Menschen zugänglich machen, und holte deshalb die Bibel aus den Bibliotheken der Gelehrten heraus und brachte sie - in deutscher Sprache - in die Wohnzimmer der Menschen", erklärt Pröpstin Annegret Puttkammer.
Über fünf Jahre lang hatten rund 70 Theologinnen und Theologen den Luther-Text durchgesehen. Sie überprüften die gesamte Bibel anhand der hebräischen und griechischen Urtexte. Von den insgesamt 30.442 Versen der Bibel blieben 56 Prozent unverändert. Bei dem Anteil von 44 Prozent, der verändert wurde, ging es vor allem um sprachliche Genauigkeit und um Verständlichkeit. Ein Beispiel: In der alten Übersetzung heißt es im 1. Buch Moses 35/17: „Da ihr aber die Geburt so schwer wurde, sprach die Wehmutter zu ihr.“ In der Luther-Bibel 2017 wird „Wehmutter“ durch „Hebamme“ ersetzt.
„Martin Luther wollte ja, dass die Menschen die Bibel lesen und verstehen. Weil unsere Sprache sich abber immer verändert, müssen wir heute - um den Anliegen Luthers gerecht zu bleiben - solche Begriffe ersetzen, die heute nicht mehr verstanden werden", betont Pröpstin Puttkammer.
Neben der "normalen" Ausgabe der Luther-Bibel 2017 erscheinen Sonder-Editionen, die Prominente wie die Schauspielerin Uschi Glas, der Scorpions-Musiker Klaus Meine oder Fußball-Trainer Jürgen Klopp mitgestaltet haben. „Kloppo“ hat dafür nicht nur einen Bibelvers ausgewählt, sondern auch einen persönlichen Text verfasst, der auf dem Buchschuber steht: „Ich mag Luther, weil er für die Unterprivilegierten und Ausgeschlossenen gekämpft hat. Er war der Anwalt der kleinen Leute und hat viel dafür riskiert, damit wir ein positives Gottesbild haben können. Der liebende Gott, an den ich glaube, bei dem sind alle willkommen, ungeachtet ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft und ihrer Bildung. Und dass sich diese gute Nachricht damals schnell herumsprach, dafür hat ja dann mein ‚ehemaliger Mainzer Mitbürger’ Johannes Gutenberg mit seinem Buchdruck gesorgt.“

Text: Deutsche Bibelgesellschaft / EKHN /Annegret Puttkammer
Foto: Puttkammer



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